Festival für aktuelle Zirkuskunst, Aarau

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cirqu' im Stadtmuseum

EINE HISTORISCHE FOTOSCHAU UND INSTALLATIONEN

Vom 7.5.-4.7.2021

Während zweier Monate – vom 7.Mai bis zum 4.Juli 2021 – bespielt cirqu’ die Räumlichkeiten des Stadtmuseums Aarau.

Die Besucher*innen werden von einer Ausstellung mit Zirkusfotografien aus dem Ringier Bildarchiv empfangen. Die historischen Pressebilder zeigen Einblicke in die vergangene Zirkuspraxis und bilden Gelegenheit, sowohl vielseitige Verbindungslinien wie auch spannende Kontraste zu den aktuellen Zirkusformen, denen die Räume im Ober- und Untergeschoss gewidmet sind, zu finden.

Der Ausstellungssaal im Obergeschoss wird zur begehbaren Bühne. Die Installationen verschiedener Künstler*innen gewähren Einblick in deren vielseitiges interdisziplinäres Schaffen: Wes Peden, 35 Jahre alt, 30 davon jonglierend, ist auf 25 Bildschirmen präsent; Darragh McLoughlin stellt Betrachtungen über das Balancieren eines Stabes an; Angela Laurier, altgediente Kontorsionistin, lässt in einer Toninstallation ihren Körper sprechen; Jörg Müller zeichnet Balance-Bewegungen auf, einen Tanz um eine Mitte auf Papier; Mädir Eugsters Palmblätter-Mobile zeigt überaus fragiles und doch erstaunlich stabiles Gleichgewicht und Roman Müllers Maschinen vollführen ohne menschliches Zutun zirzensische Bewegungen. Auf dieser «Bühne» bieten sich auch Raum und Gelegenheit für eigenes Ausprobieren.

Künstler*innen in Residenz: Sebastian Berger, Nina Wey und Laurence Felber, Marc Oosterhoff, Mirjam Hildbrand und För Künkel, Louisa Wruck
Arbeiten von: Angela Laurier, Mädir Eugster, Jörg Müller, Wes Peden – Eric Longuequel – Cie Ea Eo, Darragh McLoughlin – Squarehead Productions, Roman Müller – Tr’espace
Konzeption cirqu’ im Stadtmuseum: Roman Müller, Mirjam Hildbrand und Edith Szabò in Zusammenarbeit mit dem Team des Stadtmuseums Aarau, unter der Leitung von Laura Schuppli

Residenzen im Stadtmuseum

Der Veranstaltungssaal im Untergeschoss des Stadtmuseums wird zum Proberaum verschiedener Zirkuskünstler*innen. In ein- bis zweiwöchigen Residenzen arbeiten sie an ihren eigenen Projekten. Sie probieren, arbeiten, denken, sprechen – kurzum, sie können sich in Ruhe ihrem Projekt widmen. Interessierten Besucher*innen werden zu bestimmten Zeiten im Stadtmuseum Einblicke in diese Arbeitsprozesse gewährt. Dies ist eine besondere Herausforderung für die Künstler*innen, denn sie sind nicht mit einer fertigen Bühnenarbeit in dem Raum, sondern mit Spuren von Ideen, mit ihren Experimenten, mit Unfertigem und mit Neuem.

Die Termine und weitere Informationen zu den Residenzen finden Sie auf stadtmuseum.ch.

Die Residenzgäste

Sebastian Berger & Christiane Hapt (AT), 3. – 16. Mai 2021
Die Jongleur*innen balancieren einen Stab und betrachten sich im Spiegel: Wie verändert diese Umlenkung des Blickes die Bezüge zu Objekt, Raum und Körper? Sie erforschen auch das Zusammenspiel von Spiegel und Licht: Wie bricht sich der Strahl einer Taschenlampe über mehrere Spiegel?

Laurence Felber & Nina Wey (CH), 17. – 30. Mai 2021
Die Luftartistinnen stellen Bewegungen am Trapez ins Zentrum ihrer Interaktion mit dem Publikum. Im Museum und im Aussenraum.

Marc Oosterhoff (CH), 31. Mai – 6. Juni 2021
Paletten türmen, stapeln und ins prekäre Gleichgewicht bringen: Der Künstler greift während seiner Residenz die Auseinandersetzung mit den Kipppunkten einer PalettenSkulptur auf und arbeitet mit Objekten und seinem Körpergewicht.

Louisa Wruck (DE), 18. Juni – 4. Juli 2021
Die Seiltänzerin sucht einen neuen Zugang zu ihrer Praxis: Wie lässt sich das Gleichgewicht trotz Verbiegungen und Verdrehungen des Körpers halten? Ist es möglich über mehrere Stunden auf dem Seil zu stehen, ohne den Fokus zu verlieren?

Derrière l’absolu - exposition(s)

Eine Bilderausstellung im Stadtmuseum als Erweiterung des Bühnenstückes «L’absolu»

Vom 10. bis am 20. Juni zeigt die Cie Les Choses de Rien im Rahmen des Festivals das Stück «L’absolu». Aufgeführt wird es in einem zwölf Meter hohen, runden Bau, «Le Silo» genannt. Der Artist und Protagonist des Stückes, Boris Gibé, spielt in und mit der Dunkelheit des Raumes.

Es entstand der Wunsch, die Themen von «L’absolu» aus der Dunkelheit hinauszutragen; die Idee war, draussen in der Natur Bilder zu inszenieren, die sich als Echo und Erweiterung des Stückes lesen lassen - ohne dessen Geheimnis zu lüften.

Die aus der Zusammenarbeit mit dem Fotografen Jérôme Vila entstandenen Werke, rund zwanzig an der Zahl, sind ab dem 10. bis am 20. Juni im Foyer des Stadtmuseums Aarau zu sehen.